3.4.06
Dernier week-end toute seule!
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Hier nun also einen kleinen, fotolastigen, Bericht über das letztes Wochenende, an dem ich noch alleine in Brisbane war. Es war zusätzlich das erste Wochenende, an dem ich die Schweiz so richtig vermisste. Wäre halt gerne an der Diplomübergabe meiner Klasse dabeigewesen... Aber man kann nicht alles haben im Leben - dafür war ja dann das Wetter super schön.
Am Samstag entschied ich mich für einen kleinen Ausflug an die Southbank, nachdem das Wetter am frühen Morgen noch recht nach Regen aussah. Es wurde dann aber schon bald strahlender Sonnenschein und ich habe den ganzen Morgen gemütlich im Schatten gelesen. Offenbar war ich aber für die coolen Jungs zu früh unterwegs - es gibt also weiterhin keine befriedigende Photos von den Beachboys...

Gegen Mittag ernährte ich mich dann gut australisch von Fast Food (man muss sich ja schliesslich an die fremden Sitten und Gebräuche anpassen...)
Ok, das Ganze war ein wenig gemogelt. Im Becher befindet sich nicht Cola, sondern frischgepresster Fruchtsaft...
Habe dann aber darauf verzichtet, interessierte Mitesser mit meinen Resten zu füttern. An einem normalen Wochenende essen die für die ganze Woche, weil Gross und Klein ihnen was zuwerfen. Und das, obwohl das riesige, schmutzige, hässliche, aufdringliche Voegel sind... Irgendwie fehlt mir das Verständnis...

Am Samstag Nachmittag habe ich dann die ganze Wohnung geputzt. Wir sind jetzt nämlich stolze Besitzer eines Putzplanes und ich mache seitdem alle wahnsinnig: ich bestehe darauf, dass der gilt! :-)
Nach einer kleinen Siesta war dann auch schon 18h und ich war zu einem chinesischen Essen eingeladen. Eigentlich hatte ich es ja so verstanden, dass ein WG-Essen bei uns stattfinden würde. Aber das war offensuchtlich ein Missverständnis - ich hatte meine Mitbewohnerin mal wieder falsch verstanden. Sie kann noch schlecher Englisch als ich...
Ich war also mit Li Jun und Wen Jie bei Freundinnen von ihnen eingeladen. Die wohnen in einer 2er-WG. Der Abend war ein echter Erfolg, obwohl die 4 Chinesinnen alle wegen mir Englisch sprechen mussten. Aber die gemeinsame Abneigung gegen die Freundin unseres Mitbewohners David hat die Sprachbarrieren rasch überwunden. (Sie ist aus Taiwan, verbringt jeweils die Wochenenden bei uns, hält sich fuer etwas besseres und macht dauernd mein Badezimmer schmutzig. Und wird allgemein gehasst.)
Als erstes wurde natürlich gross gekocht - was in der kleinen Küche gar nicht so einfach war.

Ich war zuständig fuer die Produktion der chinesischen Raviolis (mit Frühlingszwiebeln, Rindshack und frischen Crevetten gefüllt). Ich zeige Euch natuerlich voller Stolz, wieviele dieser Dinger ich gedreht habe:

Das Essen sah dann am Schluss folgendermassen aus:

und umfasste die fritierten Raviolis, Schweinefleisch auf chinesische Art und Rindsfleisch nach einem koreanischen Rezept. Der Salat war zum Einwickeln des koreanischen Fleisches gedacht. Und die rote Sauce war für alle, die es nicht genug stark fanden. Wie übrigens auch der rohe Knoblauch...
Gegessen wir mir Gabel und Löffel (junge, reiche Chinesen brauchen keine Stäbchen...) und man nimmt sich immer eine Gabel voll von der Platte und steckt sie direkt in den Mund. Den Teller braucht man nur für den Reis.
Nach dem Essen gab's chinesischen Tee (soll den Magen beruhigen) und dann Quark-Erdbeer-Kuchen und hausgemachte Grüntee-Glace. Um 21h30 ging's dann auch schon nach Hause. Chinesinnen gehe früh ins Bett damit sie am nächsten Morgen um 8h schon wieder über ihren Büchern sitzen können. Habe noch nie so ruhige und fleissige Studenten gesehen, wie an dieses Uni!
Wir werden am nächsten Samstag eine Gegeneinladung mit Essen aus Europa veranstalten. Gewünscht wurde unter anderem ein Schoggimousse.
Sonntag ging ich dann an der Uni zum Arbeiten. Nachdem ich aber leider den falschen Schlüssel hatte, kam ich nicht ins Gebäude. Habe dann halt von Campus profitiert und mal wieder im Schatten gemütlich ein Buch gelesen.
Um 15h fing ich dann mit Arwan (PhD aus Frankreich) ins Kino. Wir haben uns Ushpizin angesehen, einen israelischen Film über ein jüdisches orthodoxes Ehepaar das in Armut lebt, aber aus religiösen Gründen am jüdischen Feiertag Succoth 2 Kriminelle als Gäste bei sich begrüsst und sie dann nicht wieder los wird. War hochinteressant! Habe viel gelernt. Meinem Begleiter hat's wohl weniger gefallen... Er wollte am Schluss nicht einmal mehr Pizza essen gehen - und das war ja der einzige Grund wieso ich ihn überhaupt dabei haben wollte. Die Portionen im Kino-Kaffee sind nur für zwei Personen geeignet und er hatte mir erzählt, das Pizza sein Lieblingsessen ist. SOBALD BASTIAN HIER IST WILL ICH EINE ECHTE ITALIENISCHE PIZZA!!! Ich verhungere in diesem Land...
Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche!!
Gruss und Kuss,
Tina
P.S. Heute gefunden auf www.news.com.au :
Australia's largest coffee grower says Australians are the world's most sophisticated coffee drinkers and would turn their noses up at the inferior blends served in Rome's cafes. "Australians lead the world in the population's understanding of coffee," Queensland grower Ian MacLaughlin said. "There is no doubt we drink a better coffee even though they developed espressos ... but I would say Australians would have more espresso machines per head of population."
Hier nun also einen kleinen, fotolastigen, Bericht über das letztes Wochenende, an dem ich noch alleine in Brisbane war. Es war zusätzlich das erste Wochenende, an dem ich die Schweiz so richtig vermisste. Wäre halt gerne an der Diplomübergabe meiner Klasse dabeigewesen... Aber man kann nicht alles haben im Leben - dafür war ja dann das Wetter super schön.
Am Samstag entschied ich mich für einen kleinen Ausflug an die Southbank, nachdem das Wetter am frühen Morgen noch recht nach Regen aussah. Es wurde dann aber schon bald strahlender Sonnenschein und ich habe den ganzen Morgen gemütlich im Schatten gelesen. Offenbar war ich aber für die coolen Jungs zu früh unterwegs - es gibt also weiterhin keine befriedigende Photos von den Beachboys...

Gegen Mittag ernährte ich mich dann gut australisch von Fast Food (man muss sich ja schliesslich an die fremden Sitten und Gebräuche anpassen...)
Ok, das Ganze war ein wenig gemogelt. Im Becher befindet sich nicht Cola, sondern frischgepresster Fruchtsaft...Habe dann aber darauf verzichtet, interessierte Mitesser mit meinen Resten zu füttern. An einem normalen Wochenende essen die für die ganze Woche, weil Gross und Klein ihnen was zuwerfen. Und das, obwohl das riesige, schmutzige, hässliche, aufdringliche Voegel sind... Irgendwie fehlt mir das Verständnis...

Am Samstag Nachmittag habe ich dann die ganze Wohnung geputzt. Wir sind jetzt nämlich stolze Besitzer eines Putzplanes und ich mache seitdem alle wahnsinnig: ich bestehe darauf, dass der gilt! :-)
Nach einer kleinen Siesta war dann auch schon 18h und ich war zu einem chinesischen Essen eingeladen. Eigentlich hatte ich es ja so verstanden, dass ein WG-Essen bei uns stattfinden würde. Aber das war offensuchtlich ein Missverständnis - ich hatte meine Mitbewohnerin mal wieder falsch verstanden. Sie kann noch schlecher Englisch als ich...
Ich war also mit Li Jun und Wen Jie bei Freundinnen von ihnen eingeladen. Die wohnen in einer 2er-WG. Der Abend war ein echter Erfolg, obwohl die 4 Chinesinnen alle wegen mir Englisch sprechen mussten. Aber die gemeinsame Abneigung gegen die Freundin unseres Mitbewohners David hat die Sprachbarrieren rasch überwunden. (Sie ist aus Taiwan, verbringt jeweils die Wochenenden bei uns, hält sich fuer etwas besseres und macht dauernd mein Badezimmer schmutzig. Und wird allgemein gehasst.)
Als erstes wurde natürlich gross gekocht - was in der kleinen Küche gar nicht so einfach war.

Ich war zuständig fuer die Produktion der chinesischen Raviolis (mit Frühlingszwiebeln, Rindshack und frischen Crevetten gefüllt). Ich zeige Euch natuerlich voller Stolz, wieviele dieser Dinger ich gedreht habe:

Das Essen sah dann am Schluss folgendermassen aus:

und umfasste die fritierten Raviolis, Schweinefleisch auf chinesische Art und Rindsfleisch nach einem koreanischen Rezept. Der Salat war zum Einwickeln des koreanischen Fleisches gedacht. Und die rote Sauce war für alle, die es nicht genug stark fanden. Wie übrigens auch der rohe Knoblauch...
Gegessen wir mir Gabel und Löffel (junge, reiche Chinesen brauchen keine Stäbchen...) und man nimmt sich immer eine Gabel voll von der Platte und steckt sie direkt in den Mund. Den Teller braucht man nur für den Reis.
Nach dem Essen gab's chinesischen Tee (soll den Magen beruhigen) und dann Quark-Erdbeer-Kuchen und hausgemachte Grüntee-Glace. Um 21h30 ging's dann auch schon nach Hause. Chinesinnen gehe früh ins Bett damit sie am nächsten Morgen um 8h schon wieder über ihren Büchern sitzen können. Habe noch nie so ruhige und fleissige Studenten gesehen, wie an dieses Uni!
Wir werden am nächsten Samstag eine Gegeneinladung mit Essen aus Europa veranstalten. Gewünscht wurde unter anderem ein Schoggimousse.
Sonntag ging ich dann an der Uni zum Arbeiten. Nachdem ich aber leider den falschen Schlüssel hatte, kam ich nicht ins Gebäude. Habe dann halt von Campus profitiert und mal wieder im Schatten gemütlich ein Buch gelesen.Um 15h fing ich dann mit Arwan (PhD aus Frankreich) ins Kino. Wir haben uns Ushpizin angesehen, einen israelischen Film über ein jüdisches orthodoxes Ehepaar das in Armut lebt, aber aus religiösen Gründen am jüdischen Feiertag Succoth 2 Kriminelle als Gäste bei sich begrüsst und sie dann nicht wieder los wird. War hochinteressant! Habe viel gelernt. Meinem Begleiter hat's wohl weniger gefallen... Er wollte am Schluss nicht einmal mehr Pizza essen gehen - und das war ja der einzige Grund wieso ich ihn überhaupt dabei haben wollte. Die Portionen im Kino-Kaffee sind nur für zwei Personen geeignet und er hatte mir erzählt, das Pizza sein Lieblingsessen ist. SOBALD BASTIAN HIER IST WILL ICH EINE ECHTE ITALIENISCHE PIZZA!!! Ich verhungere in diesem Land...
Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche!!
Gruss und Kuss,
Tina
P.S. Heute gefunden auf www.news.com.au :
Australia's largest coffee grower says Australians are the world's most sophisticated coffee drinkers and would turn their noses up at the inferior blends served in Rome's cafes. "Australians lead the world in the population's understanding of coffee," Queensland grower Ian MacLaughlin said. "There is no doubt we drink a better coffee even though they developed espressos ... but I would say Australians would have more espresso machines per head of population."
However, Mr MacLaughlin said that while the country's capital city cafes and restaurants were famous for their use of high-grade coffee beans, it was a different story in the bush. "You struggle to find a good coffee there," he admitted.
Kaffee gibt's hier in Brisbane nur in der 4dl Tasse. Schmeckt nach nichts, hat keine Farbe, ... Habe ich da irgendwas falsch verstanden? Wahrscheinlich befinde ich mich im Bush und hab's nur nicht gemerkt...